Die Krankmeldung in Deutschland erfordert keine formalen Vorgaben. Arbeitnehmer können dies telefonisch, per E-Mail oder persönlich beim Arbeitgeber tun. Es gibt jedoch bestimmte Regeln, die Arbeitgeber vorschreiben können. Laut dem Entgeltfortzahlungsgesetz müssen Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber unverzüglich über ihre Arbeitsunfähigkeit informieren. Ab dem vierten Tag der Krankheit benötigen Arbeitnehmer eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Seit dem 1. Januar 2023 wird der “gelbe Schein” durch die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ersetzt, die für gesetzlich versicherte Mitarbeiter verpflichtend ist. Privatversicherte und Minijobber müssen weiterhin eine Krankschreibung in Papierform einreichen.
Schlüsselerkenntnisse
- Die Krankmeldung in Deutschland kann telefonisch, per E-Mail oder persönlich erfolgen.
- Arbeitnehmer müssen laut Entgeltfortzahlungsgesetz ihren Arbeitgeber unverzüglich über ihre Arbeitsunfähigkeit informieren.
- Ab dem vierten Tag der Krankheit wird eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigt.
- Seit dem 1. Januar 2023 wird der “gelbe Schein” durch die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ersetzt.
- Privatversicherte und Minijobber müssen weiterhin eine Krankschreibung in Papierform einreichen.
Formalitäten für die Krankmeldung
Bei der Krankmeldung in Deutschland gibt es keine formalen Vorgaben. Arbeitnehmer haben verschiedene Möglichkeiten, sich krankzumelden, wie telefonisch, per E-Mail oder persönlich beim Arbeitgeber. Es liegt im Ermessen des Arbeitgebers, bestimmte Formalitäten festzulegen, um den reibungslosen Ablauf im Unternehmen sicherzustellen.
Beispiel: Einige Unternehmen können eine telefonische Krankmeldung verlangen, wenn die E-Mail-Kommunikation im Unternehmen nicht möglich ist.
Es ist wichtig, dass Arbeitnehmer die festgelegten Formalitäten einhalten, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden und den Arbeitgeber rechtzeitig über die Arbeitsunfähigkeit zu informieren. In einigen Fällen können sich Arbeitnehmer bei der Krankmeldung auch von einem Familienmitglied vertreten lassen.
Beispiel für Formalitäten bei der Krankmeldung:
- Telefonische Krankmeldung
- Krankmeldung per E-Mail
- Persönliche Krankmeldung beim Arbeitgeber
- Vertretung durch ein Familienmitglied
“Eine ordnungsgemäße Krankmeldung gewährleistet einen reibungslosen Ablauf im Unternehmen und hilft sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern.”
Es ist ratsam, sich über eventuelle Formalitäten und Vorgaben des Arbeitgebers im Vorfeld zu informieren, um sicherzustellen, dass die Krankmeldung korrekt erfolgt.
| Formalitäten | Verfahren |
|---|---|
| Telefonische Krankmeldung | Arbeitnehmer ruft den Arbeitgeber an und teilt die Arbeitsunfähigkeit mit |
| Krankmeldung per E-Mail | Arbeitnehmer schickt eine E-Mail an den Arbeitgeber, um über die Arbeitsunfähigkeit zu informieren |
| Persönliche Krankmeldung beim Arbeitgeber | Arbeitnehmer sucht den direkten Kontakt zum Arbeitgeber und teilt die Arbeitsunfähigkeit persönlich mit |
| Vertretung durch ein Familienmitglied | Arbeitnehmer kann sich bei der Krankmeldung von einem Familienmitglied vertreten lassen |
Zeitpunkt der Krankmeldung
Der Zeitpunkt der Krankmeldung spielt eine wichtige Rolle, um den Anspruch auf Entgeltfortzahlung gemäß dem Entgeltfortzahlungsgesetz zu gewährleisten. Gemäß diesem Gesetz müssen Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber unverzüglich über ihre Arbeitsunfähigkeit informieren. Dies bedeutet, dass die Krankmeldung fällig wird, sobald der Arbeitnehmer seine Arbeitsunfähigkeit feststellt.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Zustellung der Krankmeldung aufgrund eines Auslandsaufenthalts verzögert sein kann. In solchen Fällen sollten Arbeitnehmer sicherstellen, dass die Benachrichtigung den Arbeitgeber so schnell wie möglich erreicht. So kann vermieden werden, dass der Anspruch auf Entgeltfortzahlung gefährdet wird.
Um sicherzustellen, dass die Krankmeldung rechtzeitig erfolgt, ist es ratsam, den Arbeitgeber telefonisch oder per E-Mail zu informieren. Arbeitnehmer sollten sich auch über die internen Richtlinien ihres Arbeitgebers informieren, da dieser zusätzliche Formvorschriften für die Krankmeldung festlegen kann. Indem der Zeitpunkt der Krankmeldung beachtet wird, können Arbeitnehmer sicherstellen, dass ihre Ansprüche gewahrt bleiben.

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)
Seit dem 1. Januar 2023 wurde der “gelbe Schein” durch die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ersetzt. Die eAU wird für gesetzlich versicherte Mitarbeiter verpflichtend ausgestellt, wenn sie länger als drei Tage arbeitsunfähig sind. Die Informationen zur Krankschreibung werden digital an Krankenversicherungen übermittelt, die sie den Arbeitgebern zur Verfügung stellen. Arbeitgeber müssen diese Daten selbst abrufen. Für privatversicherte Mitarbeiter und Minijobber gilt weiterhin die Pflicht, eine Krankschreibung in Papierform vorzulegen.
Die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bringt verschiedene Vorteile mit sich. Durch die Digitalisierung entfällt das lästige Ausfüllen und Archivieren von Papierdokumenten. Die Datenübermittlung erfolgt schnell und effizient, was zu einer beschleunigten Abwicklung der Krankmeldung führt. Arbeitgeber können die Informationen online abrufen und haben einen besseren Überblick über die Arbeitsunfähigkeiten ihrer Mitarbeiter.
Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erleichtert auch die Kommunikation zwischen Arbeitnehmern, Ärzten und Krankenkassen. Durch die elektronische Übermittlung entfallen mögliche Fehler bei der manuellen Datenübertragung und Missverständnisse werden vermieden. Die eAU ermöglicht eine schnellere Bearbeitung der Krankmeldung und eine reibungslose Abwicklung der Entgeltfortzahlung.
| Vorteile der eAU | Nachteile der eAU |
|---|---|
| – Effiziente Datenübermittlung | – Keine einheitliche Lösung für privatversicherte Mitarbeiter und Minijobber |
| – Schnelle Bearbeitung der Krankmeldung | – Gegebenenfalls erhöhter Aufwand für Arbeitgeber |
| – Besseres Informationsmanagement für Arbeitgeber | – Mögliche technische Probleme oder Sicherheitsrisiken |
Vorteile der eAU:
- Effiziente Datenübermittlung
- Schnelle Bearbeitung der Krankmeldung
- Besseres Informationsmanagement für Arbeitgeber
Nachteile der eAU:
- Keine einheitliche Lösung für privatversicherte Mitarbeiter und Minijobber
- Gegebenenfalls erhöhter Aufwand für Arbeitgeber
- Mögliche technische Probleme oder Sicherheitsrisiken
Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung stellt einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung des Gesundheitswesens dar. Sie vereinfacht die Prozesse rund um die Krankmeldung und bietet zahlreiche Vorteile für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Krankenkassen. Durch eine effiziente und sichere Datenübermittlung wird eine reibungslose Abwicklung der Entgeltfortzahlung gewährleistet.
Unterschiede zwischen Krankmeldung und Krankschreibung
Die Unterscheidung zwischen Krankmeldung und Krankschreibung spielt eine wichtige Rolle, wenn es um die Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers geht. Eine Krankmeldung erfolgt durch den Arbeitnehmer selbst, um den Arbeitgeber über seine Krankheit zu informieren. Im Gegensatz dazu wird eine Krankschreibung von einem Arzt ausgestellt und dient als Nachweis der Arbeitsunfähigkeit.
Während die Krankmeldung die Pflicht des Arbeitnehmers ist, um den Arbeitgeber über den Grund seiner Abwesenheit zu informieren, wird die Krankschreibung benötigt, um den Anspruch auf Entgeltfortzahlung zu sichern. Eine Krankschreibung muss spätestens ab dem vierten Tag der Krankheit vorgelegt werden, allerdings kann der Arbeitgeber auch eine frühere Vorlage verlangen.
Es ist wichtig zu beachten, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbaren können, dass die Krankschreibung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt. In einigen Unternehmen wird sogar auf die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Tag verzichtet. Dieses Vorgehen sollte jedoch immer in Absprache mit dem Arbeitgeber erfolgen.
| Krankmeldung | Krankschreibung | |
|---|---|---|
| Zuständigkeit | Arbeitnehmer | Arzt |
| Zweck | Informieren des Arbeitgebers | Nachweis der Arbeitsunfähigkeit |
| Vorlage | Spätestens ab dem 4. Tag der Krankheit | Je nach individueller Vereinbarung oder Anforderung des Arbeitgebers |
| Einfluss auf Entgeltfortzahlung | Erforderlich | Grundvoraussetzung |
Die Unterschiede zwischen Krankmeldung und Krankschreibung sollten allen Arbeitnehmern bekannt sein, um im Krankheitsfall die richtigen Schritte einzuleiten und ihre Rechte und Pflichten zu kennen.
Korrekter Ablauf der Krankmeldung
Um eine Krankmeldung korrekt durchzuführen, sollten Arbeitnehmer einige wichtige Schritte beachten. Der Prozess kann je nach Unternehmen variieren, aber im Allgemeinen folgt er einem ähnlichen Ablauf, um eine reibungslose Kommunikation und eine ordnungsgemäße Erfassung der Arbeitsunfähigkeit zu gewährleisten.
Der erste Schritt ist es, die Krankmeldung so früh wie möglich vorzunehmen. Arbeitnehmer sollten ihre Personalabteilung oder ihre direkten Vorgesetzten über ihre Arbeitsunfähigkeit informieren. Dies kann telefonisch oder per E-Mail erfolgen. Es ist wichtig, dass die Benachrichtigung unverzüglich erfolgt, um den Arbeitgeber rechtzeitig zu informieren und eine angemessene Planung zu ermöglichen.
Arbeitnehmer haben die Pflicht, eine Krankmeldung auch ohne ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu akzeptieren. In einigen Fällen kann der Arbeitgeber jedoch eine ärztliche Bescheinigung ab dem ersten Tag verlangen, insbesondere wenn es Anzeichen dafür gibt, dass Arbeitnehmer zu lax mit Krankmeldungen umgehen. Es ist daher ratsam, die genauen Vorgaben und Anforderungen des Unternehmens zu kennen und entsprechend zu handeln.

Es ist wichtig, den richtigen Weg der Krankmeldung zu wählen und die erforderlichen Schritte einzuhalten. Eine ordnungsgemäße und zeitnahe Benachrichtigung des Arbeitgebers über die Arbeitsunfähigkeit ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern ermöglicht auch eine effiziente Organisation und Planung im Unternehmen. Indem Arbeitnehmer den korrekten Ablauf der Krankmeldung einhalten, können sie sicherstellen, dass ihre Arbeitsunfähigkeit angemessen erfasst wird und sie die rechtlichen Vorgaben einhalten.
Verhalten bei Krankheit
Bei einer Krankheit ist es wichtig, dass Arbeitnehmer bestimmte Verhaltensweisen beachten, um ihre Genesung zu unterstützen und ihre Rechte und Pflichten zu wahren. Während der Krankmeldung sollten Arbeitnehmer alles unterlassen, was ihre Genesung verzögern könnte. Dennoch gibt es bestimmte Aktivitäten, die sie, sofern keine strikte Bettruhe verordnet wurde, weiterhin ausüben können.
Ein Besuch in der Apotheke oder im Supermarkt, um notwendige Medikamente oder Lebensmittel zu besorgen, ist in der Regel erlaubt. Es ist jedoch ratsam, größere Menschenansammlungen zu meiden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Feiern und Partys sollten während der Krankheit vermieden werden, da dies nicht nur die eigene Genesung gefährden kann, sondern auch andere Menschen gefährden könnte.
“Die Genesung und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter haben für uns höchste Priorität. Wir bitten alle betroffenen Mitarbeiter, sich strikt an die geltenden Verhaltensregeln bei Krankheit zu halten, um ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer Kollegen zu schützen.” – Unternehmenssprecher
Es ist wichtig zu beachten, dass bei einer vorzeitigen Genesung, trotz einer Krankschreibung, Arbeitnehmer zum Arbeitsplatz zurückkehren können, ohne eine zusätzliche ärztliche Bescheinigung vorlegen zu müssen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich der Gesundheitszustand schneller verbessert als erwartet. Arbeitnehmer sollten jedoch mit ihrem Arbeitgeber kommunizieren und die Rückkehr rechtzeitig ankündigen.
Während der Krankmeldung haben Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung. In den ersten sechs Wochen erfolgt die Zahlung durch den Arbeitgeber, danach springt die Krankenkasse ein. Die genaue Höhe des Krankengeldes, das von der Krankenkasse gezahlt wird, variiert und ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem individuellen Gehalt und der Dauer der Krankheit.
Verhalten bei Krankheit – Zusammenfassung:
- Vermeiden von Aktivitäten, die die Genesung verzögern könnten
- Besuch in der Apotheke oder im Supermarkt erlaubt, größere Menschenansammlungen meiden
- Auslassen von Feiern und Partys während der Krankheit
- Rückkehr zum Arbeitsplatz bei vorzeitiger Genesung möglich, ohne zusätzliche ärztliche Bescheinigung
- Anspruch auf Entgeltfortzahlung während der Krankmeldung
Bezahlung während der Krankmeldung
Während der Krankmeldung haben Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf Entgeltfortzahlung. In den ersten sechs Wochen erfolgt diese Zahlung durch den Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer erhält also weiterhin sein Gehalt, auch wenn er krankheitsbedingt nicht arbeiten kann. Ab der siebten Woche springt die Krankenkasse ein und zahlt Krankengeld.
Die Höhe des Krankengeldes variiert und beträgt in der Regel 70 Prozent des Bruttogehalts. Für Arbeitnehmer mit Kindern erhöht sich der Satz auf 90 Prozent. Es gibt jedoch eine Obergrenze, die sich nach dem Durchschnittseinkommen der letzten zwölf Monate richtet.
Es ist wichtig zu beachten, dass im Falle einer Krankmeldung die Rechte und Pflichten sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber gelten. Der Arbeitnehmer muss seine Krankmeldung unverzüglich beim Arbeitgeber einreichen, während der Arbeitgeber verpflichtet ist, die Entgeltfortzahlung zu leisten. Auch während der Krankmeldung bleiben der Urlaubsanspruch und andere arbeitsrechtliche Bestimmungen bestehen.
Die genauen Regelungen zur Bezahlung während der Krankmeldung können je nach Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung unterschiedlich sein. Es ist daher ratsam, die genauen Bestimmungen mit dem Arbeitgeber oder der Personalabteilung zu klären.
FAQ
Wie melde ich mich richtig krank in Deutschland?
Die Krankmeldung kann telefonisch, per E-Mail oder persönlich beim Arbeitgeber erfolgen. Es gibt keine formalen Vorgaben, jedoch können Arbeitgeber bestimmte Regeln vorschreiben. Gemäß dem Entgeltfortzahlungsgesetz müssen Arbeitnehmer ihre Arbeitsunfähigkeit unverzüglich dem Arbeitgeber mitteilen. Ab dem vierten Krankheitstag wird eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigt. Seit dem 1. Januar 2023 ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) für gesetzlich versicherte Mitarbeiter obligatorisch, während privatversicherte Mitarbeiter und Minijobber weiterhin eine Krankschreibung in Papierform vorlegen müssen.
Gibt es formale Vorgaben für die Krankmeldung in Deutschland?
Es gibt keine formalen Vorgaben für die Krankmeldung in Deutschland. Arbeitnehmer können dies telefonisch, per E-Mail oder persönlich beim Arbeitgeber tun. Arbeitgeber können jedoch bestimmte Formalitäten vorschreiben, wie beispielsweise eine telefonische Krankmeldung, wenn eine E-Mail-Kommunikation im Unternehmen nicht möglich ist. Die Einhaltung dieser Formalitäten kann den reibungslosen Ablauf im Unternehmen gewährleisten. In einigen Fällen können sich Arbeitnehmer auch bei der Krankmeldung vertreten lassen, zum Beispiel durch ein Familienmitglied.
Ab wann muss die Krankmeldung erfolgen?
Gemäß dem Entgeltfortzahlungsgesetz müssen Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber unverzüglich über ihre Arbeitsunfähigkeit informieren. Die Krankmeldung wird fällig, sobald Arbeitnehmer ihre Arbeitsunfähigkeit feststellen. Falls die Krankmeldung aufgrund eines Auslandsaufenthalts verzögert ist, sollten Arbeitnehmer sicherstellen, dass die Benachrichtigung den Arbeitgeber so schnell wie möglich erreicht.
Was ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)?
Seit dem 1. Januar 2023 wurde der “gelbe Schein” durch die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ersetzt. Die eAU wird für gesetzlich versicherte Mitarbeiter verpflichtend ausgestellt, wenn sie länger als drei Tage arbeitsunfähig sind. Die Informationen zur Krankschreibung werden digital an Krankenversicherungen übermittelt, die sie den Arbeitgebern zur Verfügung stellen. Arbeitgeber müssen diese Daten selbst abrufen. Für privatversicherte Mitarbeiter und Minijobber gilt weiterhin die Pflicht, eine Krankschreibung in Papierform vorzulegen.
Was ist der Unterschied zwischen Krankmeldung und Krankschreibung?
Eine Krankmeldung erfolgt durch Arbeitnehmer selbst, um den Arbeitgeber über ihre Krankheit zu informieren. Eine Krankschreibung hingegen wird von einem Arzt ausgestellt und dient als Nachweis der Arbeitsunfähigkeit. Eine Krankschreibung muss spätestens ab dem vierten Tag der Krankheit vorgelegt werden, jedoch kann der Arbeitgeber eine frühere Vorlage verlangen. Es ist jedoch möglich, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbaren, dass die Krankschreibung erst später erfolgt. In einigen Unternehmen wird auf die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Tag verzichtet.
Wie verläuft der korrekte Ablauf der Krankmeldung?
Die Krankmeldung sollte üblicherweise in der Personalabteilung oder bei direkten Vorgesetzten erfolgen. Arbeitnehmer haben die Pflicht, eine Krankmeldung auch ohne ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu akzeptieren. Wenn der Arbeitgeber den Verdacht hat, dass Arbeitnehmer zu lax mit Krankmeldungen umgehen, kann er eine ärztliche Bescheinigung bereits ab dem ersten Tag verlangen. Eine Krankmeldung kann telefonisch oder per E-Mail erfolgen.
Welches Verhalten ist bei Krankheit angemessen?
Arbeitnehmer sollten alles unterlassen, was ihre Genesung verzögern könnte. Sie können zur Apotheke oder zum Supermarkt gehen, sofern keine strikte Bettruhe verordnet wurde. Feiern und Partys sollten jedoch vermieden werden. Bei vorzeitiger Genesung können Arbeitnehmer trotz einer Krankschreibung zum Arbeitsplatz zurückkehren, ohne eine zusätzliche ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Der Urlaubsanspruch bleibt erhalten, wenn die Krankheit ordnungsgemäß gemeldet und bescheinigt wird.
Wie ist die Bezahlung während der Krankmeldung geregelt?
Während der Krankmeldung haben Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung. In den ersten sechs Wochen erfolgt dies durch den Arbeitgeber, danach springt die Krankenkasse ein. Die Höhe des Krankengeldes, das von der Krankenkasse gezahlt wird, variiert.
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